Werden heutzutage noch Studiengebühren erhoben?

Die allgemeinen Studiengebühren sind in Deutschland in jedem Bundesland abgeschafft worden. In Einzelfällen werden jedoch Gebühren für Senioren, Langzeitstudenten oder auch für die Aufnahme eines Zweitstudiums erhoben. Ansonsten sind die normalen Bachelor- und Master-Studiengänge gebührenfrei. 

Die Studiengebühren und deren Erhebung obliegen den jeweiligen Bundesländern. Trotz dieser Tatsache muss die Erhebung von Gebühren für ein Studium „sozial verträglich“ sein. Die Erhebung von Gebühren für ein Studium senkten allerdings die Bereitschaft zur Aufnahme eines Studienganges. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurden Maßnahmen erdacht, wie ein Studium für jede Bevölkerungsschicht wieder attraktiv wird. Nach der Abschaffung der Studiengebühren stieg die Zahl der eingeschriebenen Studenten kontinuierlich an. Jedoch erheben die Hochschulen und Universitäten sogenannte Verwaltungskostenbeiträge für die Rückmeldung. Weiterhin ist die Erhebung von Studiengebühren für Master-Studiengänge die Regel. Sogenannte Semesterbeiträge werden trotz der Abschaffung der Studiengebühren erhoben. Studiengebühren sind direkt an die Bildungseinrichtung, in diesem Fall die Hochschule zu zahlen. Mit den Semesterbeiträgen werden Anteile für das Semesterticket, Verwaltungsgebühren und auch Beiträge für das Studentenwerk finanziert. In vielen Bundesländern betragen die Beiträge in etwa 50 Euro pro Semester. Sie können aber auch höher ausfallen. Dabei ist der Semesterbeitrag nur als obligatorisch einzustufen und wird nur in Ausnahmen, den sogenannten Härtefällen, erlassen. Hierfür müssen allerdings Nachweise erbracht werden.